Innovationen zum Anfassen

    Das Marquardt DemoCar macht das Cockpit der Zukunft erlebbar

    Wie sieht der Fahrzeuginnenraum eines Premiumfahrzeugs in Zukunft aus? Wer das schon jetzt erleben will, sollte sich in das DemoCar von Marquardt setzen. Es zeigt die jüngsten Innovationen des Mechatronik-Spezialisten, der beim Trend zum digitalisierten Auto noch eine Schippe drauflegt: mit mechatronischen Lösungen, die nicht nur schick und komfortabel sind, sondern auch sicherer.

     

    „Steigen Sie ruhig ein“, sagt Marquardt Projektleiter Felix Hake lächelnd. „Sie können alle Funktionen ausprobieren, dazu sind sie schließlich da.“ Eine so freundliche Einladung in das Cockpit des DemoCar kann Messebesucherin Martina Möller (Name geändert) kaum ausschlagen. Felix Hake ist im Bereich Innovations für den Demonstrator verantwortlich. „Wir haben uns intensiv Gedanken darüber gemacht, wie wir unsere Produkte erlebbar machen können und verschiedene Ansätze ausprobiert“, erklärt der Ingenieur. Einer davon ist das DemoCar, mit dem Marquardt auf Fach- und Recruitingmessen, bei Techshows und Kundenbesuchen zeigt, mit welchen Innovationen das Unternehmen künftig den Markt erobern will.

    Wir setzen Licht als Bedienelement ein.

    Wer wie Martina Möller im DemoCar sitzt, kann in einer realistischen Umgebung den Fahrzeuginnenraum der Zukunft erkunden: Was leistet ein Produkt, wie fühlt es sich an, was passiert, wenn ich die ein oder andere Funktion betätige? Spielen ist dabei ausdrücklich erlaubt. „Wir zeigen eigene Ideen, die wir verfolgen. Aber wir greifen auch Kundenmeinungen sowie Trendthemen auf, die in den kommenden fünf bis zehn Jahren relevant sein werden, und denken und entwickeln sie schon heute weiter“, sagt Dr. Frank Stier, der bei Marquardt den Bereich Innovations leitet.

    Bereits heute denken und entwickeln wir Trendthemen, die in den kommenden fünf bis zehn Jahren relevant sein werden.

    Dr. Frank Stier Leiter Innovations

    Wir haben uns intensiv Gedanken darüber gemacht, wie wir unsere Produkte erlebbar machen können und verschiedene Ansätze ausprobiert. Dabei herausgekommen ist unser DemoCar.

    Felix Hake Produktmanager Innovations

    Eine zentrale Rolle spielen dabei HMI-Bedienelemente der neuen Generation: Responsive Produkte mit kombinierten Sensoriken, die Touchscreens intelligenter und sicherer machen. Ausgestattet sind sie mit Fühlhilfen. Will Testerin Martina Möller zum Beispiel die Tür verriegeln oder ihre Sitzposition verstellen, nutzt sie das „Seat & Door Control Panel“ in der Innenseite der Fahrertür. Das Panel nimmt Berührungen wahr und signalisiert mit einem haptischen Feedback und Lichtimpuls, ob der Finger an der richtigen Stelle liegt. Erst auf sanften Druck wird dann die gewünschte Reaktion ausgelöst. Fehlbedienungen werden damit vermieden, schließlich wäre es fatal, wenn die Fahrerin versehentlich mit dem Ellbogen ein Bedienfeld streift und der Sitz zurückfährt.

    Auch der Fensterheber in der Armablage der Tür ist gegen unerwünschtes Auslösen abgesichert. Das Fenster wird über einen Slider gesteuert, die mit zwei Fingern zu betätigen sind. Das Modul imitiert die passive Haptik mechanischer Schalter und bietet eine aktive Haptik, indem es dem Nutzer Feedbacks sendet. Die Technik „antwortet“ also und macht damit erst die Symbiose aus Design, Komfort und Sicherheit möglich. „Wir schaffen eine wirkliche Interaktion zwischen dem HMI-Modul und der Person am Steuer. Dieses genaue Zusammenspiel von Sensorik und Aktorik macht das Modul so hochwertig und so sicher“, erläutert Projektleiter Hake. Darüber staunt auch Martina Möller, als sie den Vibrationsimpuls unter ihren Fingern spürt: Tatsächlich passiert hier etwas zwischen Mensch und Maschine. Mit dieser Schnittstelle macht der Begriff „Human Machine Interface“ seinem Namen alle Ehre.

    Martina Möllers Blick wandert über das Multifunktionslenkrad. Links auf dem Display ist der Menüstand angezeigt, rechts die Unterfunktionen dazu. Alle Eingaben erfolgen auch hier durch Kraftsensierung: Erst wenn das Auto „verstanden“ hat, aktiviert der Fahrer die gewünschte Funktion. In der Mitte des Cockpits sorgt eine 3D-Echtglaskonsole mit großem Touchscreen und hochwertigen Materialien für Aufsehen. Noch kein anderes Unternehmen hat bisher eine so große Glasfläche verformt und mit einer Elektronik versehen. Auch hier wieder: interaktive Bedienfelder.

    „Wir setzen Licht als Bedienelement ein.“
    Felix Hake, Produktmanager Innovations

    Doch wie lässt sich das Handschuhfach rechts davon öffnen? Ein Hebel oder eine Taste ist weit und breit nicht zu sehen. Mit der flachen Hand fährt die Testerin einmal über die Fläche vor dem Beifahrersitz – Sesam öffne Dich! Zudem kann sogar ein individueller Zugangscode hinterlegt werden. Die Zahlen werden dazu zur Eingabe des Codes per Licht auf die Fläche projiziert. Marquardt folgt damit dem Trend zu großen und geschlossenen Oberflächen ohne sichtbare Funktionen, die nur bei Bedarf erscheinen. Verschiedene Eingabemöglichkeiten und Darstellungen können damit an der exakt selben Stelle erscheinen. Was solche Flächen leisten können, beweist das „Application Light“ entlang der Innenseiten der Türen. Diese LED-Animation kann mehr als ambientes Licht erzeugen. Es ist ein aktives, dynamisches Licht, das auch Assistenzfunktionen wie Warnlicht oder Auffahrkontrolle übernimmt. Zusätzlich ist in die Lichtleiste eine Touchfolie integriert, über die Eingaben getätigt werden. Per Slide über die Lichtfolie steuert der Finger die Luftströme der Klimaanlage, welche hochintegriert sind und keine mechanischen Hebel oder Räder mehr besitzen. Je nach Intensität und Wärmegrad changiert das Licht von blau zu rot. „Wir setzen Licht als Bedienelement ein“, bringt Hake die Grundidee auf den Punkt.

    Lichteffekte setzt Marquardt beim DemoCar auch dazu ein, neueste Fahrberechtigungssysteme zu demonstrieren, allen voran MIDAS: Das Marquardt Drive Authorization System ist das weltweit sicherste System, das sämtliche Relay-Attacken auf Keyless-Systeme verhindert und die Fahrzeuge damit diebstahlsicher macht. Effizient, aber unmerklich, arbeitet es im Hintergrund. Der Demonstrator visualisiert nun diese Technologie: Ein buntes Licht in der Fahrertür ändert beim Näherkommen stufenweise seine Farbe und zeigt damit an, wie die Funkwellen arbeiten. Marquardt entwickelt darüber hinaus Zugänge über das Mobiltelefon. „Wir wollen eine Smartphone App mit einer nicht-knackbaren Zertifikat-Verschlüsselung anbieten, eine Art Ticket-System via Bluetooth“, erläutert Dr. Frank Stier. „Tippe ich auf die App im Smartphone, gleichen Fahrzeug und Schlüssel das Zertifikat ab.“ Insbesondere auf dem asiatischen Markt sind solche smarten Technologien sehr gefragt, aber auch Car-Sharing-Unternehmen, Ferienwohnungsvermieter oder die Haustechnikbranche interessieren sich dafür.

    „Wir wollen provokante Use Cases schaffen, um Diskussionen mit den Kunden anzuregen.“
    Dr. Frank Stier, Leiter Innovations

    Insofern ist der Demonstrator auch für andere Geschäftsfelder ein spannendes Vehikel. Er hat aber nicht nur eine Präsentationsaufgabe, betont Dr. Frank Stier. „Wir wollen ebenso provokante Use Cases schaffen, um Diskussionen mit den Kunden anzuregen: Was wird wirklich gebraucht, wo soll die Reise hingehen, was halten Hersteller von dieser oder jener Idee? Zudem haben wir durch den Einsatz neuer Technologien auch in der Entwicklung so einiges an Know-How aufgebaut“. So will Marquardt dazu beitragen, weltweit führende Marken noch erfolgreicher zu machen. Und mit Hilfe des DemoCars die Zukunft greifbar machen.

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    Marquardt GmbH
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