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    Marquardt Geschäftsführung und Betriebsrat appellieren an Sozialpartner

    Metall- und Elektroindustrie: Tarifrunde

    14.01.2020

    Sie fordern einen Kurswechsel in der Tarifpolitik: Dr. Harald Marquardt, Vorsitzender der Geschäftsführung (rechts), und Antonio Piovano, Konzernbetriebsratsvorsitzender der Marquardt Gruppe.

    Rietheim-Weilheim, den 14. Januar 2020 – Angesichts der bevorstehenden Tarifrunde der Metall- und Elektroindustrie haben die Geschäftsführung und der Betriebsrat des Familienunternehmens Marquardt heute gemeinsam an die Sozial- und Tarifpartner appelliert und einen Kurswechsel in der Tarifpolitik gefordert.

    „Jahrelang ging es in unserer Industrie und auch für die Beschäftigten fast stets nach oben. Jetzt stehen wir jedoch alle vor großen strukturellen und konjunkturellen Herausforderungen“, sagte Dr. Harald Marquardt, Vorsitzender der Geschäftsführung der Marquardt Gruppe. „Die Transformation der Automobilindustrie, die Digitalisierung, die zunehmenden Anforderungen des Klimaschutzes sowie eine weiter anhaltende konjunkturelle Schwäche und globale wirtschaftliche Risikofaktoren markieren in ihrem zeitlichen Zusammenfallen einen historischen Umbruch. Wir können auch diese Herausforderungen meistern und unsere gemeinsame Zukunft am Standort Deutschland weiterhin positiv gestalten – aber nur, wenn wir einen Dialog auf Augenhöhe führen und alle Beteiligten an einem Strang und am selben Ende ziehen.“

    Zentrales Anliegen des Betriebsrats: Beschäftigungssicherung am Standort Deutschland 

    Antonio Piovano, Vorsitzender des Konzernbetriebsrats der Marquardt Gruppe, betonte in seiner Erklärung die Bedeutung der Beschäftigungssicherung am Standort Deutschland: „In der anstehenden Tarifrunde sollte es uns dieses Mal weniger um die Forderung nach mehr Geld gehen. Viel wichtiger ist für uns Betriebsräte bei Marquardt die Beschäftigungssicherung, die Weiterbildung und Qualifizierung an unseren deutschen Standorten. Aus zahlreichen Gesprächen mit unseren Kolleginnen und Kollegen und mit Betriebsräten anderer Firmen wissen wir, dass das für die Menschen von zentraler Bedeutung ist. Uns geht es um eine langfristig gute Zukunft für die Beschäftigten. Deshalb wünschen wir uns von den Sozial- und Tarifpartnern keine Forderungsdiskussion, sondern vielmehr eine Zukunftsdiskussion.“

    Enorme Investitionen in Zeiten des Konjunkturabschwungs erforderlich

    Seit Anfang 2019 liegt das Produktionsvolumen in der Metall- und Elektroindustrie unter dem Vorjahresniveau, die Branche befindet sich also in einer technischen Rezession. „All das macht es für die Unternehmen schwieriger, die künftige Entwicklung vorherzusehen“, so Dr. Harald Marquardt. „Absehbar ist allerdings, dass insbesondere die strukturellen Veränderungen enorme finanzielle Aufwendungen erfordern. Um neue Antriebsformen wie die Elektromobilität mitzugestalten, investieren wir bei Marquardt zum Beispiel viele Millionen Euro in Forschung und Entwicklung und in den weiteren Auf- und Ausbau unserer Produktionsstätten. Dabei ist klar, dass wir jeden Euro erst verdienen müssen und nur einmal ausgeben können. Darauf muss die anstehende Tarifrunde Rücksicht nehmen. Für die Unternehmen erforderlich ist also genügend Spielraum für Investitionen in die Zukunft und zur Sicherung der Arbeitsplätze. Alle Beteiligten müssen sich auf das Wesentliche konzentrieren, nämlich die Unternehmen fit für die Zukunft und Jobs sicher zu machen.“

    Antonio Piovano ergänzt: „Unsere Erwartung ist, dass der nächste Tarifabschluss einen Beitrag leistet, das Modell der Tarif- und Sozialpartnerschaft und dabei auch die Tarifbindung zu stärken. Dazu muss er nicht nur zwischen den Tarifparteien, also zwischen Gewerkschaft und Arbeitgeberverbänden befriedend wirken. Er muss auch dafür Sorge tragen, dass die weit überwiegende Mehrheit der Mitglieder beider Organisationen, also Beschäftigte und Betriebe, mit dem Ergebnis zufrieden sind und gut damit leben können."

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